Schülerzeitung beim „Glas der Vernunft“

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DSC 0007Presseluft schnuppern, viele Fragen stellen und Hintergrundinformationen bekommen konnte die Redaktion von „jacobsblick“ beim „Glas der Vernunft“. Der Kasseler Bürgerpreis, der bereits zum 29. Mal verliehen wurde, ging in diesem Jahr an die nigerianische Schriftstellerin Chimamanda Ngozi Adichie, was die Redaktionsmitglieder der JGS-Schülerzeitung noch vor der Öffentlichkeit in einer Pressekonferenz im April erfuhren. Hier bekamen sie erste Informationen: Die 1977 in Nigeria geborene Autorin, deren Werke in 37 Sprachen übersetzt wurden, ist eine der großen jungen Stimmen der Weltliteratur. In ihrem Manifest „Mehr Feminismus!“, dem berühmten TED-Talk 2012, beschreibt sie ihre Vision einer humanistischen Diversität. In ihrem Feminismus für das 21. Jahrhundert benennt sie klar die Diskriminierungen weiblicher Rollenzuschreibungen und formuliert ihren Anspruch, dass tief in der Gesellschaft und in der Erziehung verankerte Muster gemeinsam überwunden werden können. Aufgrund ihres kämpferischen Einsatzes für die soziale, politische und ökonomische Gleichberechtigung aller Menschen wurde Chimamanda Ngozi Adichie von den Kasseler Bürgern nun mit dem „Glas der Vernunft“ geehrt.
Auf dem Jugendsymposium Ende September, das in Form eines Podiumsgespräches mit der Preisträgerin stattfand, sowie bei Preisverleihung im Kasseler Opernhaus einen Tag später konnten sich die Jacob-Grimm-Schülerinnen und -Schüler dann ein eigenes Bild von der Autorin machen, die erklärte: Ich bin für das Schreiben geboren.“ So hatten die Redakteure einen Tag vor der Preisverleihung die Gelegenheit, der Autorin selbst Fragen zu stellen, die von der Festrednerin Barbara Lochbihler während des Festaktes für ihr Engagement gegen antifeministische sowie rassistische und diskriminierende Ideologien gewürdigt wurde. Besonders beeindruckend war die Laudatio Ijoma Mangolds, der Chimamanda Ngozi Adichie als eine der „machtvollsten“ Autorinnen der Gegenwart bezeichnete und ihrem Werk sowohl politische Wirkkraft als auch echte literarische Ambiguität zusprach. Höhepunkt war natürlich die Dankesrede der Schriftstellerin selbst, die mit den Worten ihres Manifests endete: „We should all be feminists!“ Dafür gab es lange stehende Ovationen.

Fotos: http://www.glas-der-vernunft.de/ (offizielle Pressefotos), Foto1: Fotograf Wani Olatunde, 2016

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