Holocaustgedenken - auch in Coronazeiten

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„Hitler hat den Menschen im Stande ihrer Unfreiheit einen neuen kategorischen Imperativ aufgezwungen:

ihr Denken und Handeln so einzurichten, daß Auschwitz nicht sich wiederhole, nichts Ähnliches geschehe.“ 

Theodor W. Adorno

Seit einigen Jahren ist es an der Jacob-Grimm-Schule Tradition, eine zentrale Veranstaltung zum Holocaustgedenktag zu organisieren. 2021 war dies aufgrund der Corona-Pandemie nicht möglich. Doch der Grundkurs Ethik der Qualifikationsphase 3/4 von Heike Haschen beschloss, dass dieser Tag auf keinen Fall in Vergessenheit geraten soll, und arbeitete in Form von Projekten zu diesem Thema - teilweise im Distanzunterricht. Die Schülerinnen und Schüler wollen den Gedenktag an die Shoah als einen Aufruf zur gesamtgesellschaftlichen Auseinandersetzung mit antifaschistischer Theorie wie auch ihrer Praxis verstanden sehen. So beschäftigte sich zum Beispiel eine Gruppe in Auseinandersetzung mit dem „neuen kategorischen Imperativ“ Theodor W. Adornos mit der Gestaltung der Litfaßsäule auf dem Schulhof, um das Nachdenken über den Holocaust auch auf dem Außengelände der Schule ins Zentrum zu rücken.

Andere Projektgruppen stellten Biografien und Werke von Nelly Sachs, Sara Nußbaum sowie Walter Benjamin in den Fokus, aber zum Beispiel auch die Rolle des Sonderkommandos in Auschwitz oder Musik in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus`. 

Die Ergebnisse kann man nicht nur in der Ausstellung des Kurses im Schulgebäude und auf dem Schulhof der JGS anschauen, sondern die Projektideen in Form von Essays und Aufsätzen können auch hier nachgelesen werden:

Die Gestaltung der Litfaßsäule im Rahmen des Holocaustdenktages

Nelly Sachs` "Chor der Geretteten"

Wer war Sara Nußbaum?

Walter Benjamin und sein Werk (Gestaltung des Holocaustgedenktages)

Sklaven der Todesfabrik - das Sonderkommando

Musik in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus

 

Text: Annabelle Weyer